+49. 89. 547041-0

Erektile Dysfunktion

Unter einer erektilen Dysfunktion versteht man die Schwierigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten.

Erektionsschwierigkeiten nehmen mit dem Alter zu und können Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Regel einige Jahre vorausgehen. Aber auch jüngere Männer sind betroffen.
Es ist davon auszugehen, dass etwa sechs Millionen Männer in Deutschland von einer Erektionsstörung betroffen sind. Dennoch trauen sich viele Männer nicht, deswegen zum Arzt zu gehen. In den meisten Fällen hat die erektile Dysfunktion organische Ursachen und ist nicht, wie oft angenommen, auf eine psychische Störung zurückzuführen.

Eine häufige Ursache für die erektile Dysfunktion sind kardio-vaskuläre Erkrankungen, also Störungen des Herz-Kreislauf-Systems. Das A und O für gute Erektionen sind gesunde Gefäße, da sie sicherstellen, dass genügend Blut in den Schwellkörper fließt. Erektionsfördernde Mittel wie z. B. Viagra zielen genau darauf ab, den Blutstrom in den Schwellkörper zu verbessern. Aber diese Mittel können weitreichende Nebenwirkungen haben. Sie wirken rein organisch und können die Libido, also die Lust auf Sex, nicht verbessern. Zudem bekämpfen sie die Symptome, nicht die Ursache. Andere Erkrankungen, in erster Linie Diabetes (Zuckerkrankheit), oder auch manche Querschnittlähmungen  können sich auf die Erektionsfähigkeit auswirken.
Einen großen Einfluss haben häufig Medikamente wie Betablocker oder Mittel, die auf das Nervensystem einwirken, wie Neuroleptika und Antidepressiva. In manchen Fällen ist ein hormonelles Ungleichgewicht, vor allem ein niedriger Testosteronspiegel, die Ursache. Hier kann eine Substitution mit Testosteron helfen. Eher selten hat die erektile Dysfunktion mit Stress im Beruf oder Beziehungskonflikten zu tun. Psychische Probleme, wie das Gefühl zu versagen, oder Beziehungsstörungen sind aber häufig eine Folge der Dysfunktion. Betroffene sollten sich daher nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie schon öfter auf diesen Seiten erwähnt: Achten Sie auf eine gesunde Lebensführung. Treiben Sie regelmäßig Sport, das ist zum einen eine Präventionsmaßnahme um kardio-vaskuläre Störungen zu vermeiden, und regt zum anderen die Testosteronbildung an. Die schädliche Wirkung von Nikotin ist hinreichend bekannt. Trinken Sie nicht zu viel Alkohol und vermeiden Sie Übergewicht. Eine der besten vorbeugenden Maßnahmen ist regelmäßiger Sex. Er trainiert Herz und Kreislauf, regt den Stoffwechsel an, baut Muskeln auf und fördert die Bildung von Testosteron.