Anti-Aging – Altersbeschwerden vorbeugen

Die meisten Menschen fühlen sich jünger als sie sind. Die Anti-Aging-Medizin als Vorsorgemedizin betrifft uns aber viel früher als wir denken – etwa ab dem 40. Lebensjahr.

Die Produktion wichtiger Hormone sinkt bei Männern und Frauen bereits ab dem 25. Lebensjahr. Bei Frauen kommt es dann vor allem in den Wechseljahren zu gravierenden Veränderungen. Die Anti-Aging-Medizin dient der Prävention von Beschwerden im Alter. Lag die mittlere Lebenserwartung eines Menschen um das Jahr 1900 noch bei 46 Jahren, stieg sie dank verbesserter Lebensumstände und dem medizinischen Fortschritt bis heute auf etwa 80 Jahre. Tendenz weiterhin steigen. Die klassische Medizin behandelt meist nur Symptome bereits eingetretener Alterserkrankungen. Ziel der Anti-Aging-Medizin ist es hingegen, chronischen Krankheiten gezielt vorzubeugen, respektive altersbedingte Prozesse abzumildern oder zu verlangsamen.

Die Maßnahmen der Anti-Aging-Medizin

Die Anti-Aging-Medizin arbeitet mit einem Drei-Säulen-Prinzip. Zunächst wird die persönliche Lebensführung überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und das Training der geistigen Fitness, ebenso wie das rechtzeitige Erkennen persönlicher Risiken.

Die zweite Säule hilft dem Körper mit genau abgestimmten Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Antioxidantien beim Kampf gegen freie Radikale. Diese Vitalstoffe, wie z. B. Resveratrol oder Co-Enzym Q10, sind auch für die Funktion vieler Enzyme und zum Aufbau und Erhalt aller Körperstrukturen unerlässlich.

Natürliche Hormone

Entgegen vieler Vorurteile geht es bei einer Hormontherapie nicht um die zusätzliche Gabe künstlicher Hormone, sondern um die Substitution mit natürlichen Hormonen.

Die dritte Behandlungssäule besteht darin, fehlende Hormone zu ergänzen (Substitution). Die Hormonsubstitution soll genau die Hormone ausgleichen, von denen der Körper nicht mehr genug selber bildet. Entgegen vieler Vorurteile geht es nicht um die zusätzliche Gabe künstlicher Hormone. Ganz im Gegenteil: Mit einer eingehenden Untersuchung stellt man fest, bei welchen Hormonen ein Mangel besteht. Nur diese werden ersetzt. Die Substitution erfolgt mit natürlichen Hormonen.

Viele Menschen kennen dies z. B. von der Schilddrüsenhormon-Therapie. Es werden aber nicht nur angepasste individuelle Dosen natürlicher Hormone verschrieben, diese werden auch in einer Form gegeben, wie sie vom Körper am besten aufgenommen werden. So werden Östrogene und Testosteron am besten als Gel über die Haut verabreicht, manche Hormone müssen als Tablette oder Kapsel geschluckt werden.

In der Regel werden folgende Hormone ausgeglichen: DHEA, 5-HTP, Östrogene, Progesteron, Testosteron und Melatonin. Dank der korrekten Applikationsform und der individuellen Dosierung kann die Lebensqualität vieler Menschen beträchtlich gesteigert werden. Vor allem aber wirkt man mit der Hormonersatztherapie Krankheiten wie Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und erektiler Dysfunktionen entgegen.

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Wechseljahre der Frau – Menopause und Klimakterium

Wechseljahre der Frau – Menopause und Klimakterium

Ein Ausgleichen des sinkenden Hormonspiegels sorgt dafür, sodass das natürliche Gleichgewicht der Hormone wiederhergestellt wird – für mehr Wohlbefinden während der Wechseljahre.

Ab Mitte 40 beginnt bei den meisten Frauen das sogenannte Klimakterium. Nach und nach geht die Hormonproduktion zurück. Zunächst sinkt das Progesteron (Gelbkörperhormon), später das Östrogen.

Dauer und Intensität der Wechseljahre sind sehr individuell ausgeprägt. Rund ein Drittel der Frauen hat gravierende körperliche und seelische Probleme, ein weiteres Drittel mittlere bis leichte Beschwerden und ein Drittel gar keine Schwierigkeiten. Typische Wechseljahresbeschwerden sind: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Herzrasen, Scheidentrockenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Harninkontinenz und Übergewicht.

Progesteron und Östrogen erfüllen im Körper weitreichende Aufbau- und Schutzfunktionen. Ein langfristiger Hormonmangel, wie er in und nach den Wechseljahren auftritt, hat deshalb viele nachteilige Folgen: Die Spannkraft der Muskeln lässt nach, Osteoporose und Arthrose schreiten schneller voran, die Gefahr von Arterienverkalkung, Schlaganfall und Bluthochdruck steigt, ein Altersdiabetes kann sich entwickeln, es besteht die Gefahr von Altersdemenz.

Diagnose und Behandlung von Wechseljahresbeschwerden

Einer Behandlung geht immer eine gründliche Messung der Hormonwerte voraus. Wichtig ist auch, die persönliche Situation der Patientin zu berücksichtigen und eine Familienanamnese zu erheben, um mögliche Risiken einer Behandlung frühzeitig erkennen und meiden zu können. Erst dann wird der Hormonersatz individuell festgelegt.

Bis vor Kurzem wurden in der Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden pauschal zu hohe Östrogenmengen verordnet, die in Form von Tabletten eingenommen wurden. Zusätzlich wurden künstliche Gestagene verschrieben. In dieser Form führte der Hormonersatz zu vielen Nebenwirkungen, wie Gallenerkrankungen oder Thrombose, und zu einem leichten Anstieg bestimmter Krebserkrankungen – insbesondere Brustkrebs. Heute weiß man, dass dies der falsche Weg ist. Allerdings muss man an dieser Stelle relativierend anmerken, dass Übergewicht und Alkoholkonsum das Krebsrisiko wesentlich mehr steigern als zu hohe und falsche Östrogene.

Richtig ist hingegen, die sinkenden Hormonspiegel auszugleichen, sodass das natürliche Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wiederhergestellt wird. Dabei ist auch die Darreichungsform des Östrogens entscheidend: Wird das Östrogen als Gel über die Haut verabreicht, kann es sehr individuell dosiert werden. Zum anderen werden mögliche Gallenerkrankungen ausgeschlossen, wenn es nicht über den Verdauungstrakt aufgenommen wird. Der zweite äußerst wichtige Punkt ist, dass auch natürliches Progesteron ergänzt (substituiert) wird. Die großen Studien zur Hormontherapie haben gezeigt, dass der Zusatz eines synthetischen Gestagens (Progestagen) zu einer beträchtlichen Erhöhung des Brustkrebsrisikos führt. Für das natürliche Progesteron konnte das nicht beobachtet werden. Zudem besitzt natürliches Progesteron stimmungsaufhellende, Angst lösende und Schlaf fördernde Eigenschaften. Es hat eine leicht entwässernde und blutdrucksenkende Wirkung und birgt keine Thrombosegefahr. In einer großen Studie wurde festgestellt, dass die Einnahme von transdermalem Östrogen und natürlichem Progesteron das Krebsrisiko nicht erhöht.

Auf unserer Sonderseite »Die Wechseljahre – Die Zeit des Wandels« beantworten wir die häufigsten Fragen zu Ursachen, Symptomen und Therapiemöglichkeiten von Wechseljahresbeschwerden bei der Frau.

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Andropause – die Wechseljahre des Mannes

Andropause – die Wechseljahre des Mannes

Das Absinken der Hormone DHEA und Testosteron führt bei Männern oft zu Antriebslosigkeit oder Libido- und Erektionsstörungen.

Wie man heute weiß, kommen auch Männer »in die Wechseljahre«. Diese Zeit der männlichen Hormonveränderungen bezeichnet man als Andropause oder Klimakterium virile (virile = männlich).

Männer im fortgeschrittenen Lebensalter leiden oft unter Antriebslosigkeit oder unter Libido- und Erektionsstörungen. Diese Probleme gehen typischerweise mit einem Absinken der Hormone DHEA und Testosteron einher. Anders als bei Frauen setzt der Hormonabfall nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ein, sondern findet schleichend über die Jahre statt. Dieses Androgendefizit, also das Defizit an männlichen Hormonen, kann zu Vitalitätsmangel, Stressintoleranz, Welken der Haut, Haarverlust, Blutarmut und Osteoporose führen und hat eine Veränderung im Verhältnis zwischen Körperfett und Muskelmasse zur Folge, der sogenannten »body composition«.

Daneben spielen auch bei Männern Östrogene eine große Rolle. Sehr niedrige Östrogenspiegel können bei Männern für vermehrtes Schwitzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Osteoporose und erektile Dysfunktion mitverantwortlich sein.

Diagnose und Behandlung

Zunächst werden die Hormonwerte mit einer Blutuntersuchung ermittelt. Ein ärztliches Gespräch gibt Aufschluss über aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen und die Lebensführung. Die Therapie besteht im Ausgleich des Hormonmangels mit natürlichen Hormonen. Vitamine, Mineralien oder Antioxidantien können die Therapie unterstützen.

Was Sie selbst tun können

Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig körperlich betätigen. Bewegung regt Stoffwechsel und Kreislauf an, verlangsamt Abbauvorgänge im Organismus und beugt Übergewicht vor. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, magerem Fleisch und Fisch sowie fettarmen Milchprodukten ist von großer Bedeutung. Achten Sie darauf, genug Wasser und ungesüßten Tee zu trinken. Nikotin und zu viel Alkohol sollten Sie meiden.

 
Gestörter Tag-Nacht-Rhythmus

Jetlag und Schichtarbeit

Jetlag und Schichtarbeit

Der Jetlag ist eine endokrine, also hormonelle, Reaktion des Körpers auf einen schnellen Wechsel der Zeitzonen. Die Funktionen des Körpers folgen einem bestimmten Rhythmus, der jeden Tag mehr oder weniger gleich ist. Eine wichtige Rolle in dieser »inneren Uhr« spielen Melatonin und Serotonin.

Das »Schlafhormon« Melatonin wird vor allem nachts ausgeschüttet, sorgt für einen erholsamen Schlaf und hat eine wichtige Funktion als Rhythmusgeber. Sein Gegenspieler ist das Serotonin, das lichtabhängig und vor allem tagsüber ausgeschüttet wird. Serotonin ist wesentlich für unser Wohlbefinden und unter anderem für das Essverhalten zuständig.

Mehr Informationen über Melatonin finden Sie in unserer Broschüre »Melatonin. Faszinierendes, nachtaktives Hormon.«.

Bei einem Jetlag, aber auch bei Schichtarbeit, kommt unser Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Gleichgewicht. Die Folge ist unter anderem eine Beschleunigung des Alterungsprozesses. Damit gehen die Schwächung des Immunsystems, chronische Erschöpfungszustände und eine Gewichtszunahme (vor allem als Bauchfett) einher.

Das Stresshormon Cortisol steigt deutlich an. Dass die Lebenserwartung bei Schichtarbeitern aufgrund der chronischen Störung im Melatonin-Serotonin-Haushalt erheblich reduziert sein kann, ist seit Langem medizinisch belegt. Melatoninmangel kann auch zu Zyklusstörungen bei Frauen führen, da er die Ausschüttung der wichtigen Botenstoffe LH und FSH im Gehirn reduziert.

Wichtig ist, die Schlafzeiten schon vor einem Langstreckenflug allmählich der neuen Zeitzone anzupassen. Sie sollten möglichst keine Schlafmittel nehmen! Die Einnahme von Melatonin zur Linderung des Jetlags hat sich bewährt. Am besten wirken Präparate, die den Wirkstoff langsam über einen gewissen Zeitraum abgeben. Je nach individuellem Serotoninspiegel kann auch die Einnahme der natürlichen Aminosäure 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) hilfreich sein.

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Burnout-Syndrom

Burnout ist ein Symptomkomplex, der auch schon in jungen Jahren vorkommt, gehäuft tritt ein Burnout jedoch in den späteren Lebensjahren auf. Während es früher vor allem Menschen in helfenden Berufen wie Ärzte und Lehrer betraf, ist Burnout heute ein weitverbreitetes Syndrom, das in allen Berufsgruppen zu finden ist.

Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich sein: Niedergeschlagenheit oder Depressionen, aber auch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Tinnitus oder Verdauungsprobleme.

Definition

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand chronischer Erschöpfung nach einer längeren Phase körperlicher und geistiger Überanstrengung.

Beim Burnout-Syndrom kommen auch immer die Hormone im Körper aus dem Gleichgewicht. Vor allem die Produktion von Melatonin, das den Schlaf- und Tagesrhythmus steuert, wird gehemmt. Zudem kommt es zum Abfall wichtiger Hormone wie Östradiol, Testosteron, Cortisol und DHEA. Zusätzlich zu den sinnvollen herkömmlichen Therapien für Burnout wie Erholung, Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Mineralstoffen, Ändern der Lebenssituation und Neueinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, kann eine zeitlich begrenzte Substitution natürlicher Hormone eine äußerst gute Unterstützung der Behandlung bieten und zu einer schnelleren Gesundung beitragen.

 
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